Nach deiner Pensionierung kannst du bei der jährlichen Altersrente aus der 1. Säule (AHV) und 2. Säule (Pensionskasse) erfahrungsgemäss mit rund 60% deines letzten Lohnes rechnen. Damit du deinen gewohnten Lebensstandard auch im Alter finanzieren kannst, fehlt also eine ganze Menge Geld!

Je nach Studie wird sich dieser Wert in den nächsten 10+ Jahren von heute rund 60% auf 45% reduzieren. Um den gewohnten Lebensstandard auch nach deiner Pensionierung fortzuführen, musst du also von deinem Ersparten zehren. In der Fachsprache bezeichnet man diesen Vermögensverzehr als Vorsorgelücke. Auch wird die Steuerlast im Alter oft massiv unterschätzt, da gewisse Steuerabzüge als Pensionär nicht mehr vorgenommen werden können.

Beispiel: Hattest du vor deiner Pensionierung ein Erwerbseinkommen von CHF 100‘000, so kannst du aktuell noch mit einer Rente von rund CHF 60‘000 rechnen. Aber schon bald wird sich dieser Wert aufgrund der demographischen Entwicklung (Lebenserwartung, mehr Alte, weniger Nachwuchs) und der tiefen Zinsen (Pensionskassen sind oft sehr stark in Obligationen investiert) in Richtung CHF 45‘000 bewegen (müssen).

Was ist also zu tun?

Die Vorsorgelücke gilt es zu schliessen. Dies kann entweder durch privates, freies Sparen erreicht werden – man spricht dabei im Zusammenhang mit Vorsorge von der Säule 3b. Darunter fallen normale Sparbemühungen wie z.B. mittels Sparkonto, mit einem Aktiendepot oder auch der Investition in Immobilien. Diese Gelder oder Investitionen können jederzeit auch für andere private Projekte verwendet werden (z.B. Ferien, neues Auto etc.)

Demgegenüber ist die gebundene* Säule 3a gleich von Beginn an ein staatlich unterstütztes Vorsorgevehikel. Säule 3a Einlagen können direkt vom Erwerbseinkommen abgezogen werden. Auch unterliegt das Sparguthaben nicht der Vermögenssteuer und laufende Erträge wie Zinsen oder Dividenden sind von Steuern befreit. Der Bund schafft so den Anreiz, dass Schweizer Bürger ihre Altersvorsorge mit der 3. Säule sicherstellen. Vorsorgen mit der Säule 3a ist also das optimale Instrument, um effizient fürs Alter zu sparen.

*”gebundene Säule 3a” heisst, dass dieses Vorsorgevermögen nur in speziellen Fällen vor dem ordentlichen AHV-Alter bezogen werden darf:

  • Erreichen des AHV-Alters (5 Jahre vorher möglich)
  • Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum
  • Einkauf in die Pensionskasse
  • Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit
  • Definitives Verlassen der Schweiz
  • Invalidität sowie Ableben