Bei der nachhaltigen Umsetzung unterscheiden wir zwischen dem ausländischen und dem Schweizer Aktienteil.

Der ausländische Aktienteil wird mit nachhaltigen ETFs und Indexfonds umgesetzt, welche die MSCI Socially Responsible resp. die MSCI ESG Leaders Indizes als Grundlage verwenden. Nachhaltigkeit wird dabei auf verschiedene Arten berücksichtigt:

  • Erstens werden gewisse Branchen komplett ausgeschlossen. Dazu gehören die Branchen Alkohol, Glücksspiel, Tabak, Erotik, Kernkraft, Militärische Waffen, Zivile Schusswaffen sowie Genmodifizierte Organismen.
  • Alle übrig bleibenden Branchen werden dann im zweiten Schritt in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG für Environment, Social und Governance) analysiert und bewertet. Das daraus entstehende ESG-Rating reicht von CCC bis AAA. Ein „gut“ resp. ein A muss mindestens erreicht werden, um in den Index aufgenommen zu werden.
  • Drittens wird auch untersucht, ob ein Unternehmen Gegenstand von Kontroversen (bspw. Menschenrechtsverletzung oder das Verursachen schwerer Umweltschäden) war oder ist. Unternehmen mit einem Score von vier oder höher (bei einer zehnstufigen Skala) werden ebenfalls ausgeschlossen.

Der Best-in-Class Ansatz führt schliesslich dazu, dass in jeder Branche zuerst jene Unternehmen mit dem besten ESG-Rating berücksichtigt und in den Index aufgenommen werden. Dies geschieht, bis 25% (50% im Falle der MSCI ESG Leaders Indizes) der Marktkapitalisierung der jeweiligen Branche erreicht werden.

Den Schweizer Aktienteil setzen wir bewusst klassisch (nicht nachhaltig) um. Das hat folgende Gründe: Grundsätzlich ist der Schweizer Markt per se bereits nachhaltiger als die meisten anderen Märkte. Dies, da Branchen wie Tabak, Alkohol, Waffen etc. gar nicht vertreten sind. Was bei nachhaltigen Schweizer Fonds dann in der Regel gemacht wird, ist, dass zusätzlich nach ESG Ratings gefiltert wird. So wird dann bspw. Novartis ausgeschlossen (Thema Governance), Nestlé oder Roche hingegen nicht. Hinzu kommt, dass der Schweizer Markt gemessen am SPI von eben diesen drei Schwergewichten dominiert wird. Bei anderen internationalen Aktienindizes ist oftmals eine viel breitere natürliche Streuung vorhanden. Wenn man nun eines dieser Schwergewichte ausschliesst, entsteht eine sehr starke Abweichung zum Index und damit auch ein anderes Risikoprofil. Häufig wird dieses Problem bei nachhaltigen Fonds so gelöst, dass die Schwergewichte nicht oder nur teilweise ausgeschlossen werden, sondern nur deren Gewichtung reduziert wird. Damit wird aber in unseren Augen das Problem nur beschönigt, nicht aber gelöst.

Insofern verzichten wir beim Schweizer Aktienteil bewusst auf ein „Greenwashing“. Der Schweizer Aktienmarkt erfüllt die Ausschlusskriterien vieler nachhaltiger Anlageansätze ohne zusätzliche Filterung und ist so per se bereits „nachhaltiger“.

Wichtig ist auch, dass es sich bei unseren Anlagefokussen „Global“, „Schweiz“ und „Global Nachhaltig“ – wie der Name sagt – um eine fokussierte Umsetzung des Themas handelt. Auch bei der Schweiz 100 Strategie sind internationale Aktien mit rund 25% vertreten. Dass man mit einem „Label“ versucht den Schweizer Aktienanteil nachhaltig aussehen zu lassen, ist in unseren Augen nicht zielführend. Mit dem klassischen Ansatz für Schweizer Aktien versuchen wir dies also nicht halbherzig zu lösen, sondern optimieren den ausländischen Aktienteil, wo wirklich ein Mehrwert generiert werden kann und stehen bewusst für die gewählte Umsetzung ein.

PS: Übrigens haben bei uns alle gewählten Strategien bereits einen nachhaltigen Impact. Dies, da wir zum einen auf den sinnlosen Papierversand von Millionen von Seiten verzichten und zum anderen für jeden VIAC Kunden einen Baum pflanzen lassen. Dies sind bereits über 30‘000 Bäume, mit denen wir helfen den Klimawandel zu verlangsamen und einen echten Impact erzielen: Tag für Tag.