Das intelligente Verrechnungssystem ist eine der Besonderheiten bei VIAC und unter anderem mitverantwortlich für die höchst attraktiven Gebühren. Beim monatlichen Handel werden sämtliche Handelsaufträge aller Kunden zuerst zusammengefasst und soweit es geht intern verrechnet. Im Fachjargon spricht man von „Pooling“ und „Netting“. Die daraus entstehenden Kostenvorteile werden dann in Form von tiefen Gebühren an die Kunden weitergegeben.

Das folgende Beispiel erklärt den Mechanismus sowie die Vorteile von Pooling und Netting:

Max, Erika und Lisa haben alle ihre Säule 3a bei VIAC. Die automatische Überwachung resp. das monatliche Rebalancing ergibt nun folgende Aufträge: Max und Erika sollen ihre Position Aktien Schweiz um 30 resp. 20 CHF reduzieren, wohingegen Lisa ihre Position Aktien Schweiz um 100 CHF vergrössern soll. Pooling bedeutet an dieser Stelle, dass in jede Richtung (Kauf resp. Verkauf) sämtliche Aufträge aggregiert werden. „Gepoolt“ entstehen also ein Verkaufsauftrag über 50 CHF (30 von Max und 20 von Erika) und ein Kaufauftrag über 100 CHF (100 von Lisa). „Netting“ bedeutet nun, dass Verkaufs- und Kaufaufträge zuerst intern verrechnet werden. In diesem Beispiel würden also Max und Erika ihre Position Aktien Schweiz im Wert von 30 resp. 20 CHF direkt an Lisa übertragen. Lisa erhält so bereits 50 CHF für ihre Aktien Schweiz Position ohne Handelsauftrag. Erst der übrigbleibende Betrag (Lisa braucht nochmals 50 CHF Aktien Schweiz) wird nun als Handelsauftrag extern in Auftrag gegeben.

Pooling und Netting führen dazu, dass beide Handelsrichtungen (Kauf und Verkauf) aggregiert und miteinander verrechnet werden und nur die Differenz effektiv gehandelt wird. Daraus resultieren zwei wesentliche Kostenvorteile für VIAC Kunden:

  • Pooling und Netting reduzieren die Handelsaufträge, da pro Position nur entweder ein Kauf- oder ein Verkaufsauftrag durchgeführt wird. Die dadurch entstehende Einsparung an Transaktionskosten gibt VIAC ihren Kunden in Form einer tiefen Verwaltungsgebühr weiter.
  • Handelsaufträge verursachen nebst Transaktionskosten weitere Kosten in der Form von Geld-Brief-Spannen, Stempelsteuern oder Fremdwährungsaufschlägen bei Währungswechseln. Diese Kosten hängen direkt vom gehandelten Betrag ab. Nehmen wir an, sie liegen im obigen Beispiel bei 1%. Ohne Netting kostet der Verkaufsauftrag über 50 CHF also 0.5 CHF (Max und Erika bezahlen 0.3 resp. 0.2 CHF). Der Kaufauftrag über 100 CHF kostet 1 CHF (Lisa bezahlt 1 CHF). Total fallen also Kosten von 1.5 CHF an. Durch das Netting wird nur noch die Differenz effektiv gehandelt (50 CHF), womit lediglich Kosten von 0.5 CHF verursacht werden. Netting reduziert also die Kosten des Handels um zwei Drittel von 1.5 auf 0.5 CHF. Anders ausgedrückt zahlt der einzelne Kunde im obigen Beispiel nicht mehr 1% sondern lediglich 0.33% auf den gehandelten CHF Betrag (Max zahlt statt 0.3 noch 0.1 CHF etc.). Diesen Kostenvorteil gibt VIAC komplett an den Kunden weiter. Kosten aus diesen Geld-Brief-Spannen, Stempelsteuern oder Fremdwährungsaufschlägen können bei identischen Kauf- und Verkaufsvolumina gar ganz wegbleiben. Somit profitieren VIAC Kunden durch das intelligente System gleich auf mehreren Ebenen.